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Webmitteilung vom 30. August 2026

Critical Mass befasst sich mit Nienburger Kreisverkehren und Schutzstreifen in Ortslagen

Nicht ganz so gut besucht war die Critical Mass Ende August. Mit 14 Teilnehmenden war dennoch das Interesse an der Veranstaltungsreihe gegeben. Mit dabei war Martin Franke, Kandidat für das Amt des Landrats.

Als Stationen für die aktuelle Stadtausfahrt wurden der Kreisverkehr am E-Center und der am Südring ausgewählt. Die Anlage an der Verdener Straße lässt sich auch für den Fahrradverkehr gut durchfahren und sei für Radfahrende recht sicher, hieß es vom ADFC. Der Autofahrer habe den Radfahrenden auf der Fahrbahn im Blick.
Anders sieht es beim Südringkreisverkehr aus. Vorgesehen ist der Radverkehr hier auf der Nebenanlage. Die Anlage erlaubt allerdings nur die „Umrundung“ über 270 Grad, an einem Fahrbahnarm (südlich) fehlt die Nebenanlage. Radfahrerinnen und Radfahrer aus Richtung Minden, von der Mindener Landstraße und auch vom Berliner Ring müssen dadurch am Kreisverkehr mehrfach entgegen der Fahrtrichtung fahren, wenn sie beispielsweise zur Lebenshilfe wollen. „Das ist unfallträchtig“, so Vahlsing. Bisher falle das nicht auf, weil es am Berliner Ring keinen rechtsseitigen Radweg gäbe (Richtung Berl. Ring). Mit dem geplanten Umbau der Bundesstraße bis zur Kreuzung Berliner Ring wird sich das aber ändern. Der ADFC befürchtet dann einen neuen Unfallschwerpunkt, ähnlich dem am Langendammer Kreisverkehr.


Der Film...

„Leider haben unsere Gespräche mit der Stadt und der Landesbehörde keinen Erfolg gehabt“, so der ADFC-Sprecher. Man habe um die Vervollständigung der Nebenanlage am Südringkreisverkehr gebeten, um Radverkehr in Fahrtrichtung des Kraftfahrzeugverkehrs zu ermöglichen.
Nachtrag: Beide Kreisverkehrsanlagen entsprechen den gängigen Vorschriften.

Im Gespräch danach (nach der Critical Mass) gab es einen Austausch mit Martin Franke zu Radverkehrsproblemen auf Landkreisebene. Neben den Radwegelücken, besonders an Landesstraßen, touristischen Problemstellungen, Abstellanlagen und ÖPNV wurde ausführlich über den Radverkehr auf Hauptverkehrsstraßen in den Ortslagen gesprochen.

Mit Schutzstreifen komme man im Augenblick nicht weiter, so der ADFC. Die Landesbehörde habe dafür neue Angaben gemacht. Danach seien zukünftig für die Fahrbahn 5,5 m vorzusehen und für einen Schutzstreifen 2 m (ohne Gosse). Die Einrichtung von Schutzstreifen sei damit weitgehend nicht mehr möglich, weil die Fahrbahnbreiten dafür nicht ausreichten (9,5 m bei beidseitigem Schutzstreifen, 7,5 m bei einseitigem Schutzstreifen).

Der ADFC könne sich aber auch mit den vom Ministerium für Wirtschaft und Verkehr seit gut einem Jahr vorgestellten Fahrradpiktogrammketten anfreunden. Auch damit ließe sich Aufmerksamkeit für den Kfz-Verkehr erzeugen, Radfahrer zu erwarten, und auch für den Radverkehr, Radfahrer sollten die Fahrbahn nutzen. Konflikte mit Fußgängern würden so vermindert. Zuständig für die Anordnung wäre die jeweilige Verkehrsbehörde (außerhalb der Stadt Nienburg die des Landkreises).

Bedeutung hat der Erlass unter anderem auch für Schweringen (Ortsdurchfahrt wird saniert) und für die Nacharbeitung von Schutzstreifen, zum Beispiel in Stolzenau und auch in Rehburg. Herr Franke berichtete von der Entwicklung der Verkehrsanlage im Zentrum Rehburgs mit dem Kreisverkehrsplatz und den neuen Schutzstreifen.

Weiterhin betonte Franke die Bedeutung des Tourismus für die Region und die damit verbundene Weiterentwicklung des Weserradwegs. Zu klären seien in diesem Zusammenhang auch die unterstützenden Optionen des Landkreises.
Man werde im Gespräch bleiben, hieß es abschließend.

 

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